verabschiedunghbf2015001Es war eine Ehre und Freude für den neuen Schulleiter Bernward Zenzen, zum ersten Mal Zeugnisse überreichen zu können. Nachdem in der letzten Woche die Schüler der HBF Polizei zum Studium an der Hochschule der Polizei verabschiedet worden waren, erhielten am 7. und 8. Juli zahlreiche Schüler ihre Zeugnisse.

Bernward Zenzen griff am Anfang seiner Rede ein Zitat Pavel Kohouts auf, der einmal gesagt hatte: „Ich liebe das Leben, weil ich darin vorkomme.“ Ob man eine gute oder schlechte Rolle darin spiele, hänge von jedem Einzelnen ab. Auf jeden Fall aber hätten alle anwesenden Absolventen Applaus verdient, denn zu dem Abschluss der Fachhochschulreife zu gelangen, setze eine gehörige Portion Fleiß voraus. Dies betonte auch der Klassenleiter Lars Witte, der meinte, die Schüler stünden für das Erfolgsmodell der berufsbildenden Schule im Allgemeinen. Sie verkörperten die unterschiedlichen Facetten des Schulsystems mit seinen zahlreichen Möglichkeiten.

Für diese Vielfalt stünden auch die Lehrer, die in Berufsschulklassen, Klassen der höheren Bildungsgänge und Berufsfachschulen unterrichteten und ihre Erfahrungen im Unterricht zum Tragen bringen würden. Wie schwer das aber für manchen Pädagogen sei, verdeutlichten die Klassenleiter Gunnar Wysk und Janine Maass-Ediale, die die tägliche Arbeit mit ihren Mühen schilderten oder mit dem Bild eines Ringkampfes verglichen. „Dabei hat Herr Zenzen öfter die Rolle des Ringrichters gespielt.“ – so Maass-Ediale.

Eine besondere Freude war es für Julia Kauth, die mit dem Abschluss der Fachhochschulreife und der hervorragenden Leistung von 1,1 die Schule verlässt, als sie von Herrn Eichmann, Leiter des Finanzcenters der Naspa in Lahnstein, mit einem Preis ausgezeichnet wurde. Ebenfalls ausgezeichnet wurde Nina Dünnes für ihr besonderes Engagement für die Klassengemeinschaft.

Die Feier fand in würdigem Rahmen statt, wozu auch der geschmackvolle Blumenschmuck der Firma Globus beitrug.

In einem weiteren Festakt wurden am nächsten Tag die Absolventen der Dualen Berufsoberschule, der Berufsoberschule 1 und danach die zwei Klassen der Berufsoberschule 2 verabschiedet. Umrahmt wurden die Feiern von Lena Waters, Schülerin des Johannesgymnasiums und mehrfache Preisträgerin, die durch ihr gekonntes Klavierspiel die Herzen der Schüler, Lehrer und Gäste zu öffnen wusste. Der Schulleiter begann die Veranstaltung mit einem Zitat von Ortega y Garcia ein:“ Freiheit ist der Zwang, sich entscheiden zu müssen.“ Die Schüler hätten sich vor einiger Zeit für diesen Schulweg entschieden, in Zukunft stünden aber noch weitere wichtige Weichenstellungen an. Dabei gelte es, klug abzuwägen und mutig zu handeln.

Die Klassenleiterin Anette Coors verglich das Schuljahr mit einer Bootsfahrt. Viele hätten sich gewaltig ins Zeug legen müssen, um das nächste „Ufer“ – den Abschluss – zu erreichen. Manche hätten allerdings gemerkt, dass sie im falschen „Boot“ gesessen hätten und seien vorzeitig wieder ausgestiegen. Ariana Taci wurde für ihre hervorragenden Leistungen mit einem Buchpreis ausgezeichnet. Dr. Uwe Christoffer hob als Klassenleiter der Dualen Berufsoberschule die Bereitschaft seiner Schüler hervor, sich nach der beruflichen Tätigkeit im Abendunterricht noch anzustrengen, um das Fachabitur zu erlangen.

Anschließend konnte die Allgemeine oder Fachgebundene Hochschulreife an Absolventen zweier Klassen verliehen werden. Schulleiter und Klassenleiter gaben den Schülern zu bedenken, dass das Abitur zu besitzen nicht gleichzeitig bedeute, dass man automatisch erfolgreich sein werde. Sich ein fundiertes Urteil zu bilden, seiner eigenen Verantwortung gerecht zu werden, sei die Aufgabe der Zukunft.

Fabian Heuser wurde für sein besonderes soziales Engagement in der Klasse und Patrick Flick, stellvertretender Schülersprecher, für sein vorbildhaftes Verhalten geehrt. Die Feier klang mit einem gemeinsamen Sektempfang aus.