Eine der wichtigsten Aufgaben der Polizei ist es, die körperliche Unversehrtheit eines jeden Menschen zu schützen. Was passiert jedoch, wenn das einmal nicht möglich ist? Wie wird denen geholfen, die beispielsweise bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt wurden? Als Schüler der HBFPV16 interessierten uns diese Fragen besonders. Frau Becker, unsere Lehrerin in LB1 (Im Polizeiberuf orientieren), wollte uns Antworten liefern und schrieb uns im P.A.R.T.Y. Präventionsprogramm am Bundeswehrzentralkrankenhaus (kurz: BWZK) in Koblenz ein.

Am 31.01.17 trafen wir uns um 8:15 Uhr am Haupteingang des BWZKs. Dort wurden wir dann von der Stabsoberärztin Sabine May empfangen und begrüßt. Sie führte uns in einen Konferenzsaal in dem ein Kurzvortrag über Unfallprävention gehalten wurde und wir Informationen über den Ablauf des Tages erhielten.

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Anschließend teilten wir unsere Klasse in drei Gruppen, da wir mit 29 Personen andernfalls die Räumlichkeiten überfüllt hätten. Jede Gruppe besuchte zeitversetzt die gleichen Abteilungen des Krankenhauses und erkundete dabei den kompletten Weg eines Notfallpatienten.
Chronologisch beginnt dieser Weg mit dem Rettungswagen, der am Unfallort eintrifft. Man zeigte uns, was genau getan werden muss, um das Überleben einer verletzten Person zu sichern und sie in die Notaufnahme zu bringen. In den Gruppen nahm jeweils eine Person die Rolle des Verletzten ein, an dem uns daraufhin die Maßnahmen der Notärzte verdeutlicht wurden.

Die zweite Station des Weges ist der Schockraum. Dort wird festgestellt, welche Verletzungen der Patient genau erlitten hat. In dem Schockraum befinden sich zudem alle Mittel um, wenn nötig, sofort eine Notfalloperation durchzuführen. Auch hier wurden uns alle Maßnahmen die getroffen werden können, vorgestellt.
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Auf den Schockraum folgt in schwerwiegenden Fällen die Intensivstation. Wir waren überrascht, dass wir auch diese Besichtigen durften, da dort bekanntlich sehr strenge Hygienevorschriften gelten. Nach entsprechenden Vorkehrungen wurden uns dort alle lebenserhaltenden Maßnahmen vorgestellt, die restliche Ausrüstung gezeigt und deren Nutzen erklärt.
Die letzte Station, die wir in den Gruppen durchliefen, war die Normalstation. Dort sprachen wir mit einem Patienten, der uns von seinem Unfall berichtete. Zudem erzählte er uns wie er behandelt wird und was zusätzlich getan werden muss, um seine Verletzungen zu heilen.

Bei jeder dieser Stationen gingen die Ärzte, die uns durch das Krankenhaus führten, auf jede unserer Fragen sehr höflich, geduldig und offen ein.
Nachdem die Klasse sich wieder vereint hatte, wurde uns gezeigt, wie die Physiotherapie durchgeführt wird und welchen nutzen diese hat. Auch alle dazu gebildeten Einrichtungen, wie ein Trainingsraum und sogar ein überraschend großes Schwimmbecken wurden uns vorgestellt.

Darauf folgte ein sehr ausgewogenes Mittagessen in der Kantine des Krankenhauses. Dafür war eine 60 minütige Pause eingeplant.
Abschließend fanden wir uns erneut in einem Konferenzsaal zusammen. Dort stellte sich uns ein Traumapatient vor. Er erzählte uns, wie er mit den Spätfolgen eines schweren Autounfalls lebt. Er berichtete uns von den Erfahrungen, die er durch dieses schwere Unglück gesammelt hat und ermahnte uns, gut darauf zu achten, gesund zu bleiben.
Damit endete unser Besuch im Bundeswehrzentralkrankenhaus. Nun wissen wir, wie denen geholfen wird, die nicht ausreichend geschützt werden konnten und haben gelernt, dass diese Menschen im Bundeswehrzentralkrankenhaus in guten Händen sind. Das Präventionsprogramm hat bei uns auf jeden Fall gewirkt. Wir alle werden wohl in Zukunft zwei Mal darüber nachdenken, bevor wir etwas Riskantes tun.

Mehr Informationen zum P.A.R.T.Y. Programm sind zu finden unter: http://www.party-dgu.de