verabschiedunghbfpv2015_001Der 25. Juni war für 31 Schüler der Klasse „Höhere Berufsfachschule für Polizeidienst und Verwaltung“ ein Tag der Freude. Sie hatten nach einem zweijährigen anstrengen Ausbildungsprogramm endlich das Ziel erreicht. Im Rahmen einer unterhaltsamen und besinnlichen Feier zugleich wurden ihnen an der BBS Lahnstein die Zeugnisse der Fachhochschulreife überreicht. Vielen von ihnen konnte der Leiter der Hochschule für Polizeidienst, Herr Durben, die schriftliche Einstellungszusage überreichen.

Musikalisch umrahmt war die Feier von gekonnt vorgetragenen Klavierstücken durch Lena Waters, Schülerin des Johannesgymnasiums und mehrfache Preisträgerin von Musikwettbewerben. Besonders hervorzuheben ist der reichhaltige und sehr geschmackvolle Blumenschmuck – eine Spende der Lahnsteiner Firma Globus.

Den Einstieg machten zwei Schüler, die ein Grußwort in türkischer und russischer Sprache, ihrer Muttersprache, an das Publikum richteten. Ein weiterer Absolvent übersetzte die Begrüßung und betonte, das zeige die nationale Vielfalt auch im späteren Polizeiberuf.

Anschließend begrüßte der Schulleiter Bernward Zenzen alle Gäste und thematisierte den Begriff „Reife“, indem er sagte, dass das Zeugnis der Fachhochschulreife überreicht werde, was aber bedeute der Begriff „reif“? Dazu gehöre immer ein Entwicklungsprozess, der jetzt ein gewisses Stadium erreicht habe, aber noch lange nicht abgeschlossen sei. Der stellvertretende Schülersprecher Patrick Flick blickte auf die Vorstellungen und Erwartungen zurück, mit denen alle angetreten seien. Mit Hermann Hesses Gedicht „Stufen“ drückte er den Wunsch aus, immer wieder bereit für Neues zu sein.

Dr. Georg Bruchhof, der Klassenleiter, zog anschließend Bilanz in Form eines Soll-Haben-Vergleichs. Angesichts des erreichten Zieles sei es nur natürlich, dass man Bilanz ziehe und frage, ob man alles getan habe oder ob man noch mehr hätte tun können.

Außerdem würde jetzt in den Blick kommen, was wichtig sei, und zwar im späteren Leben. Dazu gehöre auf jeden Fall auch die Literatur, biete sie uns doch eine Lebenshilfe. Dazu trugen vier Schüler Texte aus Literatur und Philosophie vor.

Im Anschluss folgte die Verleihung der Zeugnisse und Einstellungszusagen. Dies leitete Herr Durben mit einem Ausblick auf die kommende Studentenzeit ein. Er beschrieb das Leben auf dem Campus, die Anforderungen und schönen Seiten. So griff er z.B. in launischen Worten die besondere Begabung eines Schülers der Abschlussklasse auf, der Lehrer und Mitschüler durch die phantasievolle Gestaltung des Klassenbuches erfreut hatte.

Er sagte:“ Das trifft sich gut. Auf dem Hahn haben wir nämlich auch Klassenbücher. Da würden wir uns freuen, wenn Sie Ihre Fähigkeiten einbringen würden.“ Das war auf keinen Fall ironisch gemeint.

Beim abschließenden Umtrunk klang die Feier bei manch gutem Gespräch aus.