Zweijährige höhere Berufsfachschule Energiesystemtechnik/ -marketing, Schwerpunkt Solartechnik


Kurzinformationen

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Aufnahmevoraussetzungen

In diese höhere Berufsfachschule kann aufgenommen werden,

  • wer den qualifizierten Sekundarabschluss I oder
  • einen gleichwertigen anerkannten Abschluss hat.

Ziele der Höheren Berufsfachschule

An der höheren Berufsfachschule wird berufsqualifizierend ausgebildet, mit dem Ziel sowohl im Profil des Bildungsganges als
auch in dem adäquaten Ausbildungsangebot im dualen System zu qualifizieren. Folgende Lernbereiche werden im berufsbezogenen Unterricht (BBU) durchgenommen:

1. Wertströme und Werte eines Handwerksbetriebes erfassen, dokumentieren und Angebote erstellen
2. Bautechnische Konstruktionen analysieren
3. Solarthermische Systeme warten und instans halten
4. Solarthermische Systeme installieren und in Betrieb nehmen
5. Elektrische Installationen planen und durchführen
6. Informations- und kommunikationstechnische Systeme aufbauen und in Betrieb nehmen
7. Verkaufsgespräche kundenorientiert führen
8. Absatzprozesse planen, durchführen und kontrollieren
9. Investitionsrechnungen durchführen und kontrollieren
10. Baulichen Wärmeschutz anaylsieren
11. Solarthermische Systeme zur Trinkwassererwärmung planen
12. Elektrische Energieversorgungssysteme planen
13. Abschlussprojekt

Beruflicher Schwerpunkt Wärmetechnik
14. Solarthermische Systeme zweckorientiert entwerfen, berechnen, installieren und bewerten
15. Raumheizungseinrichtungen und heizungstechnische Rohrnetze auslegen, installieren und abgleichen

Beruflicher Schwerpunkt Energie- und Gebäudetechnik
16. Anlagen der Gebäudesystemtechnik planen und realisieren
17. Steuerung in Wohn-/Zweckbauten und Anlagen programmieren und realisieren

Wahlpflichtfach
18. Wärmeerzeuger installieren

Ziel der zweijährigen höheren Berufsfachschule ist es, die Absolventinnen und Absolventen in die Lage zu versetzen, bei der
Erstellung und Durchführung von Energieanlagenkonzepten mitzuarbeiten, Beratungsgespräche über Energieeinsparmöglichkeiten zu führen und Tätigkeiten im Management eines Handwerkbetriebes zu übernehmen.

Das berufliche Anforderungsprofil erfordert bereits in der schulischen Ausbildung eine enge Vernetzung mit der betrieblichen Praxis und den Grundlagen der Managementaufgaben. Durch die Orientierung an den Lernfeldern der zugeordneten Ausbildungsberufe und der besonderen Berücksichtigung des Projektmanagements und der Projektarbeit wird dieser Tatsache Rechnung getragen.

Den Absolventen der zweijährigen höheren Berufsfachschule, Fachrichtung Energiesystemtechnik/ -marketing, Schwerpunkt Solartechnik stehen durch den Erwerb beruflicher Qualifikationen in Betriebswirtschaft, Wärmeanlagentechnik, Energie- und Gebäudetechnik sowie Bautechnik Einsatzmöglichkeiten in den Bereichen Sanitär- / Heizung- / Klimatechnik, Energie- und Gebäudetechnik, Solartechnik, Windenergienutzung, Verwaltung als auch Energieberatung offen.


Verzahnung von schulischer Qualifikation und dualer Berufsausbildung

Im Verlauf der schulischen Ausbildung muss ein einschlägig gelenktes Praktikum – entsprechend den im Lehrplan dargestellten Kriterien – abgeleistet werden.
Die Dauer umfasst mindestens 8 Wochen (davon die Hälfte in den Schulferien).

Mit der höheren Berufsfachschule, Fachrichtung Energiesystemtechnik/ -marketing, Schwerpunkt Solartechnik soll ein Ausbildungsverbund neuer Qualität zwischen Schulen, Betrieben und Kammern entwickelt werden.
In dem Bildungsgang werden im ersten Schuljahr folgende Berufsgruppen entsprechend dem KMK-RLP berücksichtigt:

  • Anlagenmechaniker/in Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik (HwK)
  • Elektroniker/in für Energie- und Gebäudetechnik (HwK)

Im zweiten Schuljahr ist einer der Ausbildungsberufe aus dem HwK-Bereich festzulegen, an dem sich der berufsbezogene Unterricht orientiert.
Absolventinnen und Absolventen der höheren Berufsfachschule, die einen einschlägigen Fachpraktischen Nachweis im Umfang von 18 Monaten erbringen, können sich zur externen Abschlussprüfung bei der Handwerkskammer anmelden.
Der Fachpraktische Nachweis kann auf Antrag der Absolventinnen oder der Absolventen der HBF mit 120 Stunden berufsbezogenem Unterricht begleitet werden.


Stundentafel

LogoPDFStundentafel nach LVO 2009

 


Zeitplan

LogoPDFZeitplan

 


Abschlussprüfung

Die HBF schließt mit einer Prüfung ab.
Die Prüfung wird am Ende des zweiten Schuljahres durchgeführt, sie ist in eine Projektarbeit sowie eine schriftliche und mündliche Prüfung gegliedert.

Die Projektarbeit beginnt frühestens sechs Monate vor Beendigung des Bildungsganges. Sie umfasst eine Aufgabe aus einem beruflichen Handlungsfeld, zu dem die Schülerinnen und Schüler praxisgerechte Lösungen planen, die zur Realisierung notwendigen Maßnahmen durchführen und das Ergebnis selbst beurteilen, dokumentieren und präsentieren.

Die Bearbeitungsdauer beträgt 6-8 Wochen. Thema, Bearbeitungsdauer und Abgabetermin werden von der Lehrkraft bzw. dem Lehrerteam des Faches Berufsbezogener Unterricht festgelegt.
Die schriftliche Prüfung umfasst die Pflichtfächer Berufsbezogener Unterricht und Mathematik. Die Prüfungsinhalte sind problem- und situationsbezogen zu gestalten. Soweit gleichzeitig an der Fachhochschulreifeprüfung teilgenommen wird, ist das Ergebnis der Mathematikprüfung für die Abschlussprüfung der HBF zu übernehmen.
Für die Dauer der schriftlichen Prüfung sind in den Pflichtfächern Berufsbezogener Unterricht und Mathematik jeweils drei Zeitstunden vorzusehen.

Die Endnote im Fach Berufsbezogener Unterricht wird aus dem arithmetischen Mittel der Vornote, der Note der Projektarbeit und der Gesamtnote der Prüfung im Fach Berufsbezogener Unterricht ermittelt. Die Gesamtnote der Prüfung ergibt sich aus der Note der schriftlichen Prüfung oder dem arithmetischen Mittel aus der Note der schriftlichen Prüfung und der Note der mündlichen Prüfung.
Ist die Endnote im Fach Berufsbezogener Unterricht schlechter als ausreichend, so ist die Abschlussprüfung nicht bestanden.

LogoPDFLandesverordnung über die höhere Berufsfachschule


Abschluss

Der erfolgreiche Besuch dieser höheren Berufsfachschule

  • führt zu einer vollschulischen beruflichen Erstausbildung mit Abschluss als „Staatlich geprüfte Assistentin/ Staatlich geprüfter Assistent für Energiesystemtechnik/ -marketing, Schwerpunkt Solartechnik“.
  • berechtigt in Verbindung mit insgesamt einem halben Jahr einschlägiger Praktika zum Studium an Fachhochschulen.

Anmeldung

Die Anmeldung muss bis zum 01.03. eines Kalenderjahres in schriftlicher Form erfolgen. Bei der Anmeldung müssen

  • das Halbjahreszeugnis bzw. Abschlusszeugnis (Original oder beglaubigte Kopie),
  • ein Lebenslauf und
  • ein ausgefüllter Aufnahmeantrag der BBS Lahnstein

im Schülbüro vorgelegt werden. Der Aufnahmeantrag der BBS Lahnstein erhalten Sie in unserem Schulbüro oder kann wie folgt heruntergeladen werden:

Das Anmeldeformular finden Sie auf der Startseite unserer Homepage unter Service – Downloads.