48ef83d2cfSeit mehr als 25 Jahren besteht eine Verbindung der Lahnsteiner BBS mit dem rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda. Mitinitiiert hat dies das Ehepaar Rahe, die selbst sehr oft

vor Ort waren und sich ein Bild von der Lage in diesem Land machten. Sie waren oft zu Gast an der BBS Lahnstein und weckten durch ihre Vorträge das Interesse von Schülern und Kollegen, die Menschen zu unterstützen.

So konnte vor allem durch Verkaufsaktionen in der Weihnachtszeit (Ruanda-Woche) Geld gesammelt und an Hilfsprojekte (Solarkocher, Brunnenbau) überwiesen werden. Durch Patenschaften einzelner Kollegen oder ganzer Klassen war es möglich, Schülern in Ruanda den Schulbesuch zu ermöglichen.

In diesem Jahr ging man schließlich einen Schritt weiter und besiegelte offiziell eine Partnerschaft mit einer ruandesischen Berufsschule – im gewissen Sinn der Beginn einer „Partnerschaft auf Augenhöhe“. Zu dem offiziellen Gründungsakt waren der Schulleiter der dortigen Schule, Gerard Hakizimana und ein Kollege angereist. Sie erlebten zunächst einige Tage in der Familie Rahe und machten Ausflüge ins Rheintal, und vor allem nach Köln.

Am Montag, dem 15.09., begann unser Besuchsprogramm mit einer kurzen Vostellungsrunde im Kollegium und anschließenden Besuchen der einzelnen Werkstätten, immer auch begleitet von unserem „Übersetzerteam“ Frau Löhr, Frau Riester und Herr Wysk. Der Nachmittagsunterricht bot für die Französischschüler der HBF-Klassen Gelegenheit, selbst eigene Sprechversuche mit den Gästen zu unternehmen. Der Dienstag brachte Einblicke in die Metallwerkstatt sowie den KFZ-Bereich. Nachmittags stand eine Besichtigung der Firma Philippine an.

Das Highlight des Tages war jedoch der offizielle Gründungsakt der Schulpartnerschaft und die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde durch den Schulleiter der ruandesichen Schule und Herrn Schäfer für die BBS Lahnstein. Als Gäste waren auch Vertreter des Innenministeriums, des Landrates sowie des Oberbürgermeisters geladen.

Das gesamte Ruandateam und das Ehepaar Rahe waren anwesend und erlebten, dass schulisches Engagement eine Sache aller ist. Besonders Herr Rahe freute sich über die Fortführung seines einmal begonnenen Werkes in einer so würdevollen und zukunftsweisenden Form.

Ein gemeinsamer Gottesdienst sowie eine Fragestunde mit dem ruandesischen Schulleiter waren Schwerpunkte am Mittwoch. Anschließend waren ein Besuch der Handwerkskammer und des Deutschen Ecks angesagt. Den Schlusspunkt des Besuches bildete am Donnerstag eine Besichtigung der Marksburg mit Frau Altenkamp. Alle empfanden den Besuch als anregend und äußerst informativ.

Man könnte sagen: Jetzt hat die Schulpartnerschaft „ein Gesicht“!