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Gesellenprüfung der angehenden Tischler an der Berufsbildenden Schule (BBS) Lahnstein

In den letzten Wochen des Schuljahres herrschte fast wieder Normalbetrieb an der Schule: voller Präsenzunterricht, kleine Unterrichtsgänge, Ausflüge und Verabschiedungen im Outdoor-Rahmen, vieles war wieder möglich. Einbahnstraßen waren passé, nur die stets griffbereiten Masken, die versetzten Pausenzeiten und das morgendliche Schnelltesten, das für Lehrkräfte wie Lernende mittlerweile zur Routine geworden ist, deuteten darauf hin, dass die Pandemie noch nicht vorüber ist. Und inmitten des Schulgebäudes ist das Foyer der BBS Lahnstein seit einem Jahr verwaist: Kein Weihnachtsbaum, kein Gottesdienst, keine Veranstaltung erfüllte den Ort mit Leben.

Doch kurz vor den Ferien konnte das Foyer für ein paar Tage im Glanze der Gesellenstücke der angehenden Tischler erstrahlen: Es diente, coronabedingt wie schon im letzten Jahr, als Aufstellort für die Werkstücke, die die angehenden Tischler in den Ausbildungsbetrieben hergestellten hatten. Drei Jahre haben die Auszubildenden im Schnitt den schulischen Teil ihrer Ausbildung an der BBS Lahnstein absolviert, ehe sie zur Gesellenprüfung zugelassen werden. Bei dem Gesellenstück handelt es sich um ein von den Prüflingen selbst ausgesuchtes und in rund 100 Stunden angefertigtes Werkstück, das einen praktischen Teil der Abschlussprüfung darstellt.

Der Prüfungsausschuss tagte für einen Tag an der BBS Lahnstein und nahm die Gesellenstücke der Prüflinge genau in Augenschein. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses bestehen aus dem Arbeitgebervertreter (Fabian Pattar von der Firma Noll), dem Arbeitnehmervertreter (Sven Bornwasser von der Firma Nengel) sowie den in der Berufsschule ausbildenden Lehrkräften (Monika Richter und Josef Bardenheuer). Die Mitglieder des Ausschusses begutachteten an dem Tag jedoch nicht nur die Gesellenstücke, sondern betreuten die Prüflinge auch gleichzeitig in der Holzwerkstatt der Schule, denn dort entstand der jeweils zweite praktische Teil der Abschlussprüfung: die Hand- oder Werkprobe. Diese wird im Zeitraum von 8 Stunden unter Aufsicht hergestellt. Zur Gesellenprüfung gehört neben diesen zwei praktischen Teilen auch noch eine theoretische Prüfung, die an der Berufsschule erfolgt. Die Prüfungsausschussmitglieder sind bei allen drei Teilen anwesend. Am Ende der Gesellenprüfung für die Tischler (in diesem Jahrgang sind es ausschließlich junge Männer) steht die Freisprechungsfeier, bei der die frischgebackenen Gesellen nach alter Tradition vom Meister „freigesprochen“ werden.

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Auch dieses Jahr durfte also „dank Corona“ (vor Corona blieben die Gesellenstücke normalerweise in den Betrieben und wurden dort beurteilt) im Schulfoyer gestaunt werden über die entstandenen Stücke der fünf Prüflinge, die in diesem Jahr zur Gesellenprüfung angetreten sind:

 

 

 

  • ein Barschrank aus Spanplatten, geöltem Eichenvollholz und mit Glasausschnitt für den Blick auf die Getränke, der von Niklas Hans hergestellt wurde
  • ein aufwändig gearbeitetes Sideboard, das von Jan Hoffeller aus zwei Kuben in Eichenfurnier gearbeitet wurde, die mit Glasscheiben verbunden und mit Glaseinlegeböden ausgestattet sind
  • ein von Felix Wichmann gebautes Lowboard aus Eichenholz und dem noch recht neuen Werkstoff Fenix, das in bewusst reduzierter und moderner Optik hergestellt wurde
  • ein mobiler Wagen Typ „Bollerwagen“ mit moderner Zapfanlage und eingebautem Grill, der von Tim Prus gearbeitet wurde
  • eine Zapftheke aus massivem Apfelbaumholz, hergestellt von Noah Dillenberger, die über eine integrierte Schublade und einen Vitrinen Schrank verfügt

Ausgebildet wurden diese jungen Nachwuchstischler in folgenden Betrieben in der umliegenden Region: Tischlerei Roger Nengel in Lahnstein, Noll Werkstätten GmbH in Fachbach, Tischlerei Olaf Pfaffenberger GmbH in Niederwallmenach und Thomas Klein Tischlermeister GmbH in Holzhausen.

Diese echte Handwerkskunst der jungen, fast fertigen Gesellen lud manch stillen Betrachter an der Schule, der die Möbelstücke im Foyer erspähen konnte, zum kurzen Innehalten ein. Die Prüflinge haben eindrucksvolle kreative Stücke gezaubert und damit gezeigt, was Holz für ein vielseitiger und wertvoller Baustoff ist und wie wichtig eine gute Ausbildung im Tischlerberuf ist. 

Allem Absolventen wünsche wir eine erfolgreiche Zukunft!

Ihre BBS Lahnstein

Hier finden Sie eine Galerie der erstellten Objekte:

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