Wie lebte man in der DDR?
Besuch einer Zeitzeugin beim dritten Lehrjahr unserer kaufmännischen Klassen
Wieso hörte die DDR auf zu existieren? Wie offen durfte man im Unterricht über Politik diskutieren? Wie stark beeinflusste die Stasi den Alltag der DDR-Bürger? Eindrucksvolle Antworten auf diese und andere Fragen zur DDR gab es für die KE24, BÜ24 und IK24 am Mittwoch, 16.09.2026, durch Frau Elke Paul.
Die Schüler hatten sich im Vorfeld in unterschiedlichem Ausmaß im Unterricht mit der deutsch-deutschen Geschichte beschäftigt und ihre Fragen gesammelt. Der Besuch von Frau Paul half sehr dabei, die Fragen zu beantworten und sich zudem ein sehr konkretes und glaubhaftes Bild vom Leben in der DDR zu machen. Somit wurden die Schüler in die Lage versetzt, nun die Auswirkungen einer Parteiendiktatur viel besser einschätzen zu können.
Als Kriegskind im Osten Deutschlands geboren, wuchs Frau Paul in der DDR auf und verbrachte dort auch Teile ihres Berufslebens, ehe sie es mit Glück, Geduld, Geschick und viel Mut schaffte, auf offiziellen Antrag hin aus der DDR ausreisen zu dürfen.
Basierend auf ihren persönlichen Erlebnissen, eigener Recherche und der Einsichtnahme in ihre umfangreiche Stasi-Akte schilderte Frau Paul lebhaft, wie sich das Leben in der DDR gestaltete und anfühlte. Mit dem Hinweis, dass es sich um ihre ganz individuellen Erfahrungen sowie die ihrer Familie, Freunde und Kollegen handelt, erzählte sie von positiven sowie negativen Aspekten des starken staatlichen Einflusses.
Die Förderung der Berufstätigkeit von Frauen, die günstigen Mieten und die gegenseitige Hilfe unter Freunden und Bekannten kamen zur Sprache, wie auch die Bespitzelung durch die inoffiziellen Mitarbeiter (IMs) der Stasi, Einschränkungen der Meinungs- und Reisefreiheit sowie Hindernisse bei der Berufswahl und die großen wirtschaftlichen Probleme der DDR.
Geschockt reagierten die Schüler und Lehrkräfte, als Frau Paul zwei Kopien aus ihrer Stasi-Akte vorzeigte: Skizzen ihrer damaligen Wohnung, heimlich angefertigt und zusammen mit einer exakten Liste des Inventars an die Stasi übermittelt von einer Bekannten, die zu Besuch gewesen war und heimlich eben auch als IM arbeitete. Gespannt lauschten wir den Beschreibungen der innerdeutschen Grenzbefestigungen und der strikten Aufenthaltsverbote bezüglich des grenznahen Gebiets, die das Leben der dortigen Bewohner enorm einschränkten. Mit Entsetzen hörten wir, wie der Mauerbau in Berlin damals Familien auseinanderriss. Entsprechend gespannt fühlten wir mit, als Frau Paul von den Versuchen berichtete, Ausreise- und später auch Fluchtmöglichkeiten auszukundschaften.
Schließlich bestand bei aller Klarheit, dass niemand von uns unter einem solchen Regime leben will.
Das Fazit von Frau Paul und der organisierenden Lehrerin Annette Gilles lautete entsprechend „Bitte nie wieder etwas anderes als echte Demokratie!“ und konnte von allen Anwesenden gut nachvollzogen werden.
Die BBS Lahnstein dankt Frau Paul, dass sie mit ihrer engagierten Erzählung ein wichtiges Mosaik-Stück zum Weltbild der Schüler und Schülerinnen hinzugefügt hat!










In der feierlichen Atmosphäre wurden Zeugnisse
überreicht, besondere Leistungen gewürdigt und Abschied genommen. Das Buffet wurde von den Schülerinnen und Schülern organisiert; die Lehrkräfte sorgten für die Getränke. Nach einem persönlichen Grußwort durch die Bereichsleitung Frau Kresin, richteten die Klassenlehrerteams Ansprachen an ihre Klassen.
Der Vormittag war geprägt von zahlreichen Gesprächen, Dankesworten und einem herzlichen Abschied.
Anwesenheit von Vertreterinnen und Vertretern der Hochschule der Polizei, des Polizeipräsidiums Koblenz, der Schulleitung, polizeilichen Fachlehrkräften, weiterer Lehrkräfte sowie Gäste statt. Verschiedene Redebeiträge würdigten die Leistungen der Absolventinnen und Absolventen. Die Klassensprecherin und der Klassensprecher rundeten das Programm mit einem kurzweiligen, humorvollen Rückblick auf die gemeinsame Schulzeit ab. 




Gemeinsam mit Lernenden des Johannes-Gymnasiums Lahnstein, des Eichendorff-Gymnasiums Koblenz und der Realschule plus Oberwesel stand dabei nicht nur der sportliche Wettkampf, sondern vor allem die Begegnung und der Austausch im Mittelpunkt. 
Einblicke in berufliche Perspektiven.
Neben Spiel und gemeinschaftlichen Aktivitäten bot der Besuch vor allem Raum für Begegnungen: Die Klasse traf auf angehenden Erzieherinnen, die derzeit ihr Praktikum im JUKZ absolvieren und den Schülern authentische Einblicke in die berufliche Zukunft aus erster Hand geben konnten.
