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Aktuelles an der BBS Lahnstein

Projekt der VWA 19: Gegen Rassismus - Für Gleichbehandlung

Liebe Leserinnen, liebe Leser, gerne möchten wir (die Klasse VWA 19) Ihnen einen Erfahrungsbericht zu dem Schülerwettbewerb mit dem Thema "Mach meinen Kumpel nicht an! - Gelbe Hand" an dem wir teilgenommen  haben, vorstellen.               

Zu Beginn unseres Blocks an der BBS Lahnstein wurden wir von unserem Lehrer Herr Lambrich im Unterricht auf das Thema Rassismus und Gleichbehandlung aufmerksam gemacht.            Plakat gelbe hand II Kopie

Er schockte uns mit einer themenbezogenen Situation, in der wir entscheiden mussten, ob wir dazu Stellung beziehen oder nicht. Er wurde im leicht rassistischen Maße ausfällig über eine Lehrkraft mit Migrationshintergrund, zudem fielen frauenfeindliche Bemerkungen. Beides wurde im Vorhinein mit der betreffenden Lehrperson abgesprochen. Wir wurden damit konfrontiert, dass vermutlich aufgrund des Abhängigkeitsverhältnisses (Lehrer – Schüler) Rassismus sowie die frauenfeindlichen Anfeindungen stumm verurteilt wurden, aber niemand sich aktiv dagegenstellte.

Schon waren wir mitten im Thema. Durch Herrn Lambrich wurden wir auf den Schülerwettbewerb „Mach meinen Kumpel nicht an! - Gelbe Hand“ aufmerksam gemacht. Uns war sofort klar, auch wir möchten ein Zeichen gegen Rassismus und für Gleichbehandlung setzen. Wir informierten uns durch Internetrecherchen und eigenen Überlegungen über die Fragen: "Was ist Rassimus?" und „Ist Rassismus salonfähig geworden?“ etc.. Als Anregung für den Wettbewerb schauten wir uns den Kurzfilm „Der Schwarzfahrer“ an, und kamen zu dem Schluss, dass wir ebenfalls über ein Sozialexperiment herausfinden wollten, wie ausgeprägt der Rassismus in unserer Umgebung ist. Wir beratschlagten über verschiedene Möglichkeiten für Experimente und erstellten einige Szenarien, die wir durchführen würden. Wir kamen zu dem Entschluss, dass wir das Szenario des verlorenen Geldbeutels, auch im Hinblick auf die geltenden Hygienemaßnahmen durch Corona, am Praktikabelsten war.

Wir teilten unsere Klasse in verschiedene Gruppen ein, vor allem in eine Schauspiel- und Umfragegruppe. Wir erstellten einen Flyer sowie den Umfragebogen und besprachen, wie das Experiment genau aussehen sollte. Gedacht war, dass eine Frau ohne Migrationshintergrund, geschäftsmäßig gekleidet, und ein Mann mit Migrationshintergund, in Jogginghose, Kappe und Joggingjacke, einkaufen gehen. Beim Holen eines Einkaufswagens, ließen die Schauspieler „versehentlich“, ihren Geldbeutel fallen. Wir wollten beobachten, ob und wie die Leute auf die Person, beziehungsweise auf den verlorenen
Geldbeutel reagieren.

Wir holten uns dafür die Erlaubnis des Netto-Marktes in Lahnstein ein, und ließen unsere Schauspieler abwechselnd diese Situation durchspielen. Alle Probanden machten sofort auf den verlorenen Geldbeutel aufmerksam und zögerten nicht, diesen der betreffenden Person auszuhändigen. Die Auswertung mit Hilfe der Fragebögen ergab, dass die Probanden keinen Unterschied gemacht haben, welche Testperson den Geldbeutel verloren hatte. Hier zählte einzig und allein die Zivilcourage eine große Rolle, die die Probanden als selbstverständlich hielten, ungeachtet welcher Herkunft oder welchen Geschlechts. Dies war für uns eine erfreuliche und zugleich auch überraschende Erkenntnis. In der Abschlussreflektion machten wir uns darüber Gedanken, wie wir durch weitere Sozialexperimente heterogene Ergebnisse erzielen könnten.

Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden der VWA 19 für ihr außerordentliches Engagement und bei den Initiatoren Frau Dina Abu-Laila und Herrn Matthias Lambrich von der BBS Lahnstein


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