Zeugnisübergabe und Verabschiedung an der BBS Lahnstein
Im wieder gut besetzten Foyer der Berufsbildenden Schule (BBS) Lahnstein war Corona zum Ende des Schuljahres 2022/23 endgültig Geschichte, als Jan Breidenbenden, Absolvent der Höheren
Berufsfachschulklasse für Polizeidienst und Verwaltung (HBFPV), zum Beginn der Abschlussfeier nach vorn trat und - in Begleitung seines Freundes Jan Schmitz am Klavier - zu singen begann. Ohne Mikro bot er mit souveräner Stimme das Stück „Slipping through my fingers“ dar (im Original von ABBA), ein Gänsehautmoment für so manchen Zuhörer nach drei langen gesangsarmen Pandemiejahren.
Im Beisein vieler Ehrengäste der Polizei, zahlreicher Eltern, Angehöriger und Lehrkräfte verabschiedete die BBS Lahnstein ihre AbsolventInnen der HBFPV21 sowie der BOS2W22 (Berufsoberschule 2 Wirtschaft) in einem würdigen Rahmen. Schulleiter Dietmar Weber begrüßte alle Anwesenden und insbesondere die stolzen SchülerInnen, die in den letzten Wochen zahlreiche Prüfungen durchstehen mussten, mit den Worten: „Die Welt da draußen erwartet Sie mit Ihren Talenten, Ideen und Fähigkeiten“. Er warf in seiner Ansprache einen zuversichtlichen Blick in ihre Zukunft, mahnte aber auch leise an: „Seien Sie bereit, außerhalb ihrer Komfortzone zu wachsen.“
Der erste Teil der feierlichen Übergabe war den AbsolventInnen der HBFPV21 gewidmet. Uwe Lederer, Direktor der Hochschule der Polizei am Campus Hahn, richtete sich an diejenigen SchülerInnen, die bald ihr
Studium am Campus Hahn, den Vorbereitungsdienst in den gehobenen Polizeidienst, beginnen werden. In den kommenden drei Jahren werden sie dort zu PolizeikommissarInnen ausgebildet. Lederer sprach im Kontext des Campus Hahn vom „geographischen Zentrum Europas“ respektive dem „in the middle of nowhere“, hob den ganz eigenen Charme der Liegenschaft hervor, lobte zugleich auch die hervorragende Qualität der Ausbildung. Die frisch gebackenen staatlich geprüften AssistentInnen für Polizeidienst und Verwaltung und Fachhochschulreife-AbsolventInnen wurden von Lederer daran erinnert, dass sie vor zwei Jahren unter 400 BewerberInnen ausgewählt worden seien. Mit Blick auf ihre nahe Zukunft ermunterte er sie dazu, sich an der Hochschule an den fachpraktischen Herausforderungen zu erproben und mit Teamgeist die vielseitige Freizeitgestaltung am Campus zu erleben. Zudem machte er auch deutlich, dass sie ab Oktober „Polizeibeamte“ seien und damit bestimmte Anforderungen an sie in einer Vorbildfunktion gestellt würden.
Von den SchülerInnen, die im Sommer 2021 den zweijährigen Bildungsgang an der BBS Lahnstein begonnen hatten, haben 16 zwei Jahre später die Prüfung zum/r Assistent/in und 13 die Fachhochschulreifeprüfung bestanden. 13 AbsolventInnen haben die direkte Qualifikation über die BBS Lahnstein für den Vorbereitungsdienst bei der Polizei erreicht und bekamen von Uwe Lederer die Einstellungszusage ausgehändigt. Neben Lederer gratulierten auch Rita Becker (Stabsbereich 14 Aus und Fortbildung / Koordination Höhere Berufsfachschule) und Dennis Litz (Leiter des Stabsbereichs 1, Polizeipräsidium Koblenz) den zukünftigen PolizeianwärterInnen. Emotional wurde es bei der Rede der Klassenlehrerin Jill Collisy und den anschließenden Worten der stellv. Klassensprecherin Soraya Brühl, die für sämtliche in der Klasse unterrichtenden Lehrkräfte persönliche Besonderheiten oder Momente zusammengetragen hatte, um sie in liebevoll-humorvoller Weise der Zuhörerschaft zu präsentieren.
Im zweiten Teil der feierlichen Verabschiedung wurden die Abiturzeugnisse der Berufsoberschule 2 Wirtschaft (BOS2W) gewürdigt. Klassenleiter Christopher Schreiber überreichte 12 SchülerInnen das Zeugnis über die allgemeine und einem Schüler das über die fachgebundene Hochschulreife und gab ihnen gehaltvolle Worte von John Ruskin mit auf den weiteren Lebensweg: „Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden.“ Er blickte in seiner Rede auf die zahlreichen schwierigen Herausforderungen unserer Zeit und sinnierte, was denn nun aus ihnen werden solle, um jedoch wenig später in überzeugter Klarheit festzustellen: „Wer bin ich, der hier zweifelt? Meine BOS2 geht in die Welt!“ Er zählte die in der Klasse vertretenen unterschiedlichen Nationalitäten auf, strich die von Beginn an bis zum Ende durchweg harmonische Atmosphäre in der Klasse heraus und zollte ihnen ausdrücklich Lob: „Was die Großen in der Welt nicht schaffen, habt ihr im kleinen Mikrokosmos des Klassenzimmers geschafft.“ Er verabschiedete sie mit den auffordernden Worten: „Setzt eure Fähigkeiten für euch, aber auch für die Gesellschaft ein.“
Eingerahmt wurde die Veranstaltung von musikalischen Beiträgen der Absolventen selbst: Neben Jan Breidenbenden aus der Polizeiklasse mit seinem Gesang überzeugte auch Thomas Pauli als Vertreter aus der BOS2-Klasse mit seinem Klavierspiel. Er brillierte mit seiner ganz eigenen Interpretation der Stücke „Scary Monsters and nice sprites“ und „Bangarang“ von Skrillex.
Mit einem Buchpreis geehrt wurden aus der HBFPV-Klasse Vanessa Bosserdt und aus der BOS2-Klasse Thomas Pauli.
Bei bestem Wetter wurde im Anschluss auf dem Schulhof mit den Gästen und Angehörigen auf die schulischen Erfolge angestoßen.
(Text: Britta Kleine-Tebbe, Pressemitteilung BBS Lahnstein)



Zur großen Freude des Prüfungsausschusses, einschließlich der involvierten Lehrkräfte der BBS Lahnstein Monika Richter und Josef Bardenheuer, haben alle 14 Auszubildenden die Prüfung bestanden. Diese sind in diesem Jahr: Felix Bonn, Ben Morgan Dillender, Sophie Hennemann, Torben Kappus, Lukas Kaut, Tobias Klein, Charlotte Kühn, Tom Lauer, Jamie Loos, Josh Motschke, Luca Erik Nefferdorf, Simone Reiländer, Felix Schork und Dennis Schwarz. Ausgebildet wurden sie an insgesamt 9 Ausbildungsbetrieben: Fetz Quadrat (Miehlen), Tischlerei Nengel (Lahnstein), Schreinerei Mund (Katzenelnbogen), Hölzers Bauelemente, GbR (Weisel), Noll Werkstätten GmbH (Fachbach), Olaf Pfaffenberger GmbH (Niederwall), Schreinerei Zmelty (Lahnstein), Holzbau Wagner GmbH (Braubach), Schreinerei Schwieck GmbH & Co. KG (Braubach).













Tür sichtlich erleichtert, dieses Kapitel - mit kleinem selbstgewählten Umweg – erfolgreich abgeschlossen zu haben und freute sich über einige der LehrerInnen, die sie über die letzten Jahre begleitet hatten. Happy End.
Mit der Gewissheit im Gepäck, dass „zu Hause“ alles so weit geregelt war, machte sich Vivien auf die Reise ins Ungewisse und reiste im Rahmen der Dreharbeiten für die Sendung mal nach Los Angeles, mal nach Las Vegas und nach Berlin. Woche für Woche bekam sie ein „Foto“, war weiter im Wettbewerb und wurde um viele Erfahrungen und Einblicke in die Welt des Modelns und der Fotoshootings reicher. Nach einiger Zeit kam sie zurück, nach Hause und auch an die BBS Lahnstein und in ihren Betrieb, drückte wieder die Schulbank mit ihren KameradInnen und räumte die Regale bei Edeka ein. Als sei nichts gewesen. Erzählte hier und da nur so viel, wie es ihr erlaubt war, im Rahmen ihrer Verträge.





Lambrich in die nächste Runde gestartet. Während der Veranstaltungsreihe, die jährlich im Auftrag des Rhein-Lahn-Kreises stattfindet, kamen in diesem Jahr drei Schulen zum Zuge: das Sophie-Hedwig-Gymnasium in Diez, die Loreleyschule in St. Goarshausen und die Berufsbildende Schule in Lahnstein.
Beim Workshop sei außerdem politische Neutralität geboten; es gehe um Partizipation und demokratische Beteiligung, unabhängig von einer Partei. Deshalb erhielten die Klassen am Workshopvormittag auch die Möglichkeit, aktive Kommunalpolitikerinnen verschiedener Parteien und Wählergruppen aus der Region zu ihren Erfahrungen zu befragen. Manuela Altenkamp, Bereichsleiterin für die Verwaltungsfachklassen, lässt ihre Klassen regelmäßig an Gemeinderatssitzungen teilnehmen und begleitete den Workshop bereits zum zweiten Mal: „Ich sehe in dieser praktischen Erfahrung eine sehr wertvolle Ergänzung in der Ausbildung der Schülerinnen und Schüler.“ Daneben profitierten vom Workshop gleichermaßen die Kommunalpolitikerinnen, die an unserer Schule zu Gast waren. Für Frau Stefanie Muno-Maier (ULL) und Frau Melanie Scheeben (CDU), beide aktive Mitglieder des Lahnsteiner Stadtrats, war es ein gewinnbringender Vormittag. Sie schätzten den bereichernden Austausch mit den Schülerinnen und Schülern und ergänzten den Workshop um persönliche Eindrücke und Erfahrungsberichte aus ihrem aktiven Politikeralltag.

die der Berufsfachschulklassen 1 und 2 (BF), die nach zwei Jahren die mittlere Reife erwerben können, gelte es stärker für das Handwerk zu begeistern, erläutert Martina Groß, die Bereichsleiterin für diese Schulformen an der BBS. In vielen Fällen machen sich die Schüler in diesen Klassen noch wenig konkrete Gedanken um ihre Zukunft, und daher versuche man, sie frühestmöglich an die Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk heranzuführen.
Die Ausbildungscoaches Herr Behring und Herr Gilles, die für den Rhein-Lahn-Kreis bei der Handwerkskammer zuständig sind, informierten alle Berufsvorbereitungs- sowie Berufsfachschulklassen an zwei Tagen über die Vielzahl der Ausbildungsberufe, die in den Zuständigkeitsbereich der Handwerkskammer fallen. Betreut und in Gruppen eingeteilt wurden die Schulklassen dabei von Frau Wischnjak und Frau Kriebs von der Bundesagentur für Arbeit.
Interesse, die sich bislang noch nicht mit handwerklichen Berufen beschäftigt hatten. So erprobten sie sich am Schweißsimulator mit der AR (für „Augmented Reality“)-Brille, einem Lernsimulator, um den Umgang und die korrekte Körperhaltung mit dem Schweißgerät zu erlernen, sie versuchten aus verschiedenen Formen von Holzstücken ein stabiles Haus mitsamt Dachstuhl zu konstruieren, sahen einem 3-D-Drucker bei der Arbeit zu, der in einer Vielzahl von Handwerksberufen mittlerweile selbstverständlich eingesetzt wird und der zum Beispiel in der Lage ist, hochpräzise bewegliche Prototypen für die Automobilbranche oder die orthopädischen Schuhmacher herzustellen.
Die Ausbildungscoaches versuchten im Gespräch mit den Schülern deren Hobbies und Interessensgebiete in Erfahrung zu bringen und glichen diese mit möglichen Ausbildungsberufen im Handwerk ab. Viele Schüler antworteten im Gespräch, dass sie „erstmal noch weiter zur Schule gehen“ und dann irgendwann eine Ausbildung machen wollen und offenbarten, sich noch mit keiner genauen Ausrichtung konkret beschäftigt zu haben. Viele standen erstaunt vor der Schautafel mit einer Hausabbildung, die zeigte wie viele verschiedene Handwerkerberufe sich im, am und ums Haus herum beschäftigen und hatten keine große Vorstellung davon, was den Beruf des Zimmeres von dem eines Dachdeckers unterscheidet.


